Konvoi

Ursprünge

Zunächst gab es nur noch wenige Truckerfahrer, die ihrem LKW treu blieben um die isolierten Siedlungen mit dem zu beliefern, was diese benötigten. Die Straßen waren sehr gefährlich und mit dem immer stärkeren Aufkommen von Straßengangs wurden sie nur noch gefährlicher. Man sagt, der Tag, an dem der Konvoi gegründet wurde, war Fuller “Goose” Mattox auf dem Weg nach New Fresno, um einige Traktor Ersatzteile zu liefern. Er steuerte seinen Laster gerade durch ein Labyrinth stehen gelassener Wagen, als er von einer Straßengang attackiert wurde.

Er gab Gas und führte seine Angreifer in einer wilden Jagd an. Aber die Angreifer wussten was sie taten. Sie kamen niemals nahe genug heran, um sich von seinem Truck von der Straße drängen zu lassen. Sie blieben einfach zurück und gaben einige Schüsse auf ihn ab. In seiner Verzweiflung griff Goose zu seinem CB-Funk und rief um Hilfe. Er hatte an diesem Tag unwahrscheinliches Glück, denn sein Ruf wurde von jemandem, zwei Jemande, um genau zu sein, gehört. Die anderen beiden Fahrer befanden sich in der Nähe und eilten zur Rettung. Zwischen diesen drei Trucks war es ihnen schließlich möglich, die Straßengang von der Straße zu jagen.

Sicherheit in Zahlen

Fullers Retter folgten ihm nach New Fresno. Als sie endlich in der Stadt waren, lernte er sie persönlich kennen: Wayne “Jackrabbit” Hollins uns Calvin “Preacher” Ellis. Die drei unterhielten sich für eine Weile und Fuller schlug vor, aus Sicherheitsgründen künftig zusammen zu reisen. Die beiden anderen stimmten diesem Vorschlag zu.

Das Trio machte sich wieder auf den Weg, um ihre restlichen Lieferungen abzugeben. Auf ihrem Weg rekrutierten sie weitere Fahrer und der Konvoi war geboren. Über die Monate wuchs er zu einer solchen Größe, dass nicht einmal die größten Straßengangs es wagten, ihn anzugreifen.

Der Konvoi heute

Die Gruppe wächst bis zum heutigen Tage. Die Größe des Konvois beträgt ungefähr 150 große Straßentrucks und ungefähr dieselbe Menge an unterstützenden Fahrzeugen: Abschleppwagen, Rennwagen, Baufahrzeuge und so weiter. Wir haben sogar ein paar militärische Fahrzeuge, die wir auf Tiefladern transportieren und immer dann auspacken, wenn die richtig dicken Wummen gefragt sind. Manche unserer Trucks ziehen Anhänger, die auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten sind. Wir haben mobile Werkstätten, damit wir unsere eigenen Teile herstellen können, rollende Bäckereien und Brauereien und sogar ein mobiles Krankenhaus.

Der Konvoi ist wie eine kleine, mobile Stadt. Alle zusammengerechnet, verfügen wir über ungefähr 2000 Leute im Konvoi. Ungefähr 300 sind Fahrer. Der Rest sind Handwerker, Mechaniker, Bäcker, oder die Frauen, Männer, Liebhaber und Kinder der Mitglieder des Konvois. Wir haben sogar einige Ärzte und Chemiker in der Gruppe.

Der Konvoi reist am Tag und kampiert bei Nacht. Manchmal pausieren wir auch für eine geschlagene Woche oder noch länger, um Wartungsarbeiten durchzuführen oder die Ruinen zu plündern. Hauptsächlich aber, um uns Treibstoff herzustellen.

Die meisten Fahrzeuge benötigen Ethanol oder Spook Juice, vor allem, da wir Leute in der Gruppe haben, die wissen wie man beides herstellt. Die meisten leichten Fahrzeuge benötigen Ethanol, während die dicken Kisten frisierten Spook Juice (der normale Spook Juice verbrennt zu heiß, als dass das die Dieselkisten ertragen könnten) benötigen. Jedesmal, wenn der Konvoi durch Texas und Oklahoma kommt, laden wir deshalb in Oil Town zusätzlich Diesel und Benzin auf.

Der Konvoi ist so groß geworden, dass der Hauptteil niemals das Interstate Highway System verlässt. Alle Lieferungen, Erkundungen oder was auch immer, wird von kleineren Gruppen, die auf spezielle Missionen geschickt werden, durchgeführt.

Ziele

Das Ziel des Konvois ist es, die Zivilisation unter den Überlenden die wir finden können durch Handel und Kommunikation wiederherzustellen. Es scheint oftmals so, als wäre Hoffnung das Einzige, dass die Menschen heute noch aufrecht erhält und wir helfen ihnen damit, ihnen das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein.

Der Konvoi gibt außerdem jedem, der zu ihm gehört ein höheres Ziel als nur zu Überleben um den nächsten Sonnenaufgang zu sehen. Das Wissen, dass wir anderen helfen, während wir uns selbst helfen sorgt dafür, dass wir den nächsten Sonnenaufgang sehen wollen. Das ist mehr, als die Meisten heute von sich behaupten können.

Das Gesetz der Straße

Die drei Anführer des Konvois Fuller “Goose” Mattox, Wayne “Jackrabbit” Hollins sowie Calvin “Preacher” Ellis kümmern sich neben Ihren operativen Aufgaben auch um die persönlichen Belange des Konvois. Wenn sich jemand nicht zu benehmen weiß, wird er vor sie geschleift. Davon abhängig, was er getan hat, könnte er zusätzliche Pflichten, Inhaftierung im Gefängnislaster oder sogar die Verbannung oder Hinrichtung für die schlimmeren Verbrechen, wie zum Beispiel Mord, erwarten.

Das Verbrechen, dass immer mit der Todesstrafe geahndet wird ist Spionage. Zu viele Straßengangs haben bereits versucht, die Gruppe zu infiltrieren, um die Terminpläne der Lieferungen in Erfahrung zu bringen um Hinterhalte legen zu können. Bislang konnten die meisten Spione schnell enttarnt werden, so dass wir bislang sehr wenige Trucks an ihre neugierigen Augen verloren haben.

Glücklicherweise war Preacher vor seiner Zeit als Fernfahrer tatsächlich ein Prediger und daher kümmert er sich auch um Dinge wie die Taufe oder die Hochzeit.

Aber solange eine Person zum Konvoi ihren Beitrag leistet und keinen Ärger macht kann sie tun und glauben was sie möchte. Wir haben Hippies und Erzkonservative die hier in Frieden (wenn nicht sogar in Harmonie) zusammenleben. Goose hat nur eine Regel, von der er erwartet, dass sie von jedem gelebt wird. Er nennt sie das “Gesetz der Straße”.

Das Gesetz der Straße ist einfach und stimmt mit unserem Ziel überein: Jedes Mitglied des Konvois muss jedem Menschen in Bedrängnis helfen, solange es dabei nicht den Konvoi als solches in Gefahr bringt.

Sich nicht nach dieser Regel zu richten bedeutet, den Konvoi verlassen zu müssen.

Natürlich gibt es eine unausgesprochene Folge dieses Gesetzes. Jeder, der daraus einen Vorteil zieht, um einen Hinterhalt zu legen oder einem Mitglied des Konvois auf eine andere Art und Weise zu schaden, sollte besser lernen Dreck zu atmen, denn er wird schon bald sechs Fuß tief darin begraben sein.

Einige Straßengangs haben unsere Liefertrucks in Hinterhalte gelockt, indem eines ihrer Mitglieder sich als Reisender mit Wagenproblemen ausgegeben hat und sie dann angriffen, als der Laster anhielt um zu helfen.

Die wenigen Male, in denen das geschehen ist, sandte Goose Gruppen aus, um die Verantwortlichen zu finden. Wenn die Schuldigen beigebracht wurden, werden diese auf die Rammplatten eines Trucks gebunden und gegen eine Ziegelwand gerammt – mehrmals. Was dann noch von den armen Teufeln übrigbleibt, kann man mit einem Schlauch abspritzen.

Die Route

Der Konvoi folgt einer riesigen kreisförmigen Route, dass den größten Teil der US und CSA westliche des Mississippi abdeckt. Auf unserem Weg halten wir an um mit bekannten Siedlungen zu handeln, neue Überlebendensiedlungen zu suchen, Ersatzteile aufzutreiben und nach neuen Mitreisenden Ausschau zu halten. Wir brauchen ungefähr sechs Monate eine volle Umrundung zu machen. Wir versuchen aber auch, unsere Routen von Jahr zu Jahr immer ein wenig zu verändern. Das verringert die Chance von Hinterhalten und erlaubt uns, neues Territorium zu befahren und hoffentlich um neue Siedlungen für den Handel zu finden. Das mag sehr langsam klingen, aber soviele Fahrzeuge gemeinsam am Laufen zu halten ist harte Arbeit und wir müssen oft für Reparaturen, Sprit oder Nahrung pausieren.

Die Straßen

Etwas, dass das Vorankommen des Konvois verlangsamt, ist der Zustand der Straßen in diesem Land. Die meisten haben seit 13 Jahren keine Reparaturkolonne mehr gesehen und viele, insbesondere die in den Grenzstaaten zwischen den US und den CSA wurden während dem letzten Krieg ziemlich aufgerissen. Die Interstates nahe der meisten Städten wurden durch die Geistersteinbomben schwer beschädigt. Die Highways und Interstates die durch die Hauptstädte führen sind für gewöhnlich mit den Trümmern eingestürzter Gebäude verstopft und führen durch die Geisterstürme, die von den Bomben erschaffen wurden. Viele Brücken über größere Flüsse sind zusammengebrochen.

Der Konvoi versucht die Straßen zu reparieren und freizuräumen wann immer es geht. Jedes Wrack, auf das wir stoßen wird ausgeschlachtet und von der Straße geschoben. Wir benutzen Bulldozer, um die Highways von den Trümmern zu befreien. Für die Reparaturen gilt: Wir füllen sicherlich nicht jedes Schlagloch auf, aber jedesmal wenn wir ein Straßenstück sehen, dass so stark zerstört ist, dass es gefährlich ist, darauf zu reisen, hält die Karawane an, wir entladen die Baufahrzeuge und verbringen einige Zeit damit, die Straßendecke zu erneuern.

Die Fahrer und ihre Kisten

Es gibt eine gewisse Hackordnung unter den Fahrern des Konvois.

Die meisten neuen Mitreisenden und frisch unterwiesene Fahrer beginnen als Karawanenfahrer, bis sie bewiesen haben, die Fähigkeiten für anspruchsvollere Arbeit zu haben. Karawanenfahrer fahren die Laster und anderen Fahrzeuge, die den Hauptteil des Konvois bilden. Diese Fahrzeuge reisen alle gemeinsam mit niedriger bis mittlerer Geschwindigkeit und benötigen dafür mehrere Straßenkilometer Länge.

Die Fahrzeuge des Hauptteils sind für die Verteidigung gebaut; sie sind schwer bewaffnet und gepanzert. Der Konvoi ist zu groß und zu langsam um irgendjemandem oder irgendetwas zu entkommen, also ist er auf schwere, überlappende Feuerkraft angewiesen um alles, was unfreundlich wird, zu dezimieren, bevor es zu nahe kommt. Diese Trucks haben normalerweise zwei Fahrer und eine Mannschaft von sechs bis acht Leuten, die die Waffennester auf dem Dach und den Seiten bemannen. Wie ich bereits vorher erwähnt habe, ziehen diese Sattelschlepper speziell modifizierte Anhänger wie z.B. Küchen- oder Krankenhaus-Anhänger.

Die Auslieferer sind für die eigentliche Lieferung zu den Siedlungen, die nicht direkt auf der Konvoi-Route liegen, verantwortlich. Eine Siedlung wird normalerweise über Funk oder einen Geleitfahrer kontaktiert, sobald der Konvoi in die Nähe kommt, um herauszufinden, was sie benötigt und was sie zum Handeln hat. Sobald der Kontakt stattgefunden hat, wird ein Laster mit den gewünschten Gegenständen beladen und ausgeschickt, um die Lieferung abzuliefern.

Auslieferer müssen in der Lage sein, gut handeln zu können, um sicherzustellen, einen fairen Tausch für die gelieferten Güter zu erhalten.

Liefertrucks sind normalerweise nur leicht bewaffnet und gepanzert um möglichst viel Ladung aufnehmen zu können. Wenn sie in Schwierigkeiten kommen, versuchen sie normalerweise zu fliehen und über CB-Funk um Hilfe zu rufen. Die meisten Liefertrucks verfügen über zwei Fahrer und eine Waffenmannschaft von vier Mann.

Läufer sind die Auslieferer in Zonen mit hohem Risiko. Sie müssen exzellente Fahrer sein, die in einem Kampf einen kühlen Kopf bewahren können. Sie machen die Lieferungen zu Siedlungen, deren Loyalität unklar ist oder welche im Territorium bekannter Straßengangs sind. Es kommt häufig vor, dass Läufer sich ihren Weg zu ihrem Ziel hinein und wieder hinaus freischießen müssen. Die Kisten der Läufer sind auf Ärger ausgelegt also sind sie sehr schwer gepanzert und bewaffnet. Sie verfügen auch über zahlreiche leistungssteigernde Modifikationen wie zum Beispiel Turboladern. Die meisten Läufer verfügen über zwei Fahrer und eine Waffenmannschaft von sechs bis acht Personen. Sie transportieren in der Regel kleinere Chargen als Auslieferer, da ein großer Teil des verfügbaren Stauraums durch Ersatzteile und Munition beansprucht wird.

Scouts sind die Fahrzeuge, die vom Konvoi in alle Himmelsrichtungen ausgesandt werden, immer auf der Suche nach neuen Überlebendensiedlungen. Sie operieren oftmals für mehrere Wochen weitab und unabhängig des Konvois. Wie Läufer tendieren Scouts dazu, Spezialisten im Kampf zu sein. Sie müssen darüberhinaus aber auch diplomatisches Geschick beweisen, wenn sie eine neue Siedlung finden. Harte Zeiten sorgen bei den meisten Menschen für nervöse Zeigefinger und Paranoia. Jeder Siedlung, die dem Handel aufgeschlossen ist, stehen zwei oder drei gegenüber, die den Scout lieber töten würden , als zuzulassen, dass die Position ihrer Siedlung bekannt werden könnte. Außerdem suchen Scouts nach guten Orten um Plündergut auftreiben zu können. Scout Trucks sind ähnlich denen der Läufer aufgebaut, haben aber noch weniger Stauraum zur Verfügung. Der größte Teil wird durch Schlafquartiere der Waffenmanschaften, Ersatzteilen und Munition in Beschlag genommen. Das bisschen übriger Platz kann genutzt werden, um bestimmte Güter als Gastgeschenke mit sich zu führen, um neu entdeckte Siedlungen milde zu stimmen. In der Regel handelt es sich dabei um Brot oder andere Nahrungsmittel. Manchmal wird hier aber auch gefundenes Plündergut mit sich geführt. Scouttrucks verfügen in der Regel über zwei, manchmal sogar drei Fahrer und eine acht bis 10 Mann umfassende Waffenmannschaft. Da sie oft und lange dem Konvoi fernbleiben, führt die Crew auch Waffen mit sich, die keine Patronen benötigen, wie zum Beispiel Armbrüste oder Schwarzpulverwaffen.

Als Letztes gibt es noch die Geleitfahrer. Sie fahren keine der großen Kisten. Sie fahren kleinere Fahrzeuge, Lastwagen oder Motorräder die der Konvoi mit sich führt. Diese kleinen Fahrzeuge sind die wahren Augen und Ohren der Karawane. Sie kundschaften die Straße vor und nach dem Konvoi nach möglichen Gefahren und Hinterhalten aus. Abhängig vom gegenwärtigen Aufenthaltsort durch den gerade gereist wird, können sie auch als Eskorte für Auslieferer und Scouts eingesetzt werden.

Ein Geleitfahrzeug soll kundschaften und berichten können, daher sind sie für Geschwindigkeit und Manövrierbarkeit gebaut. Sie verfügen normalerweise über ein Maschinengewehr oder zwei und ab und zu auch über Auswurfschächte um Verfolger zu verlangsamen.

Sich dem Konvoi anschließen

Der Konvoi nimmt jeden auf, der einen guten Leumund hat und etwas beitragen kann. Um sicherzustellen, dass wir uns keine faulen Eier oder Straßengang-Spione ins Nest legen muss ein Neuling mindestens drei Konvoi-Mitglieder überzeugen, für ihn zu bürgen.

Falls eine Person drei Bürgen vorweisen kann, setzen sich Goose und seine zwei Leutnants zusammen, um zu entscheiden ob sie den Neuling aufnehmen, oder nicht. Alle neuen Mitglieder befinden sich in ihrem ersten Jahr in der Probezeit. Falls sie Probleme machen oder den anderen Mitgliedern Kummer bereiten (wir hatten einige Gesetzlose, die sich im Konvoi vor einer Horde Kopfgeldjägern, die ihnen auf der Spur waren, verstecken wollten) sind sie ruck zuck wieder draußen.

Das Kombinat

Der einzige Ort, wo der Konvoi nicht hingeht ist Denver und die umliegenden Gebiete. Das Kombinat würde uns gerne zerstören. Ich schätze, weil wir die Siedlungen stärken, die Throckmorton hofft, irgendwann erobern zu können. Wir hatten einige Zusammenstöße mit dem Kombinat, aber nach der Schlacht der verbrannten Reifen hat Throckmorton keine Angriffe mehr gegen die Karawane durchgeführt. Wir verlieren immer noch gelegentlich einen Auslieferer oder Scout, der nahe dem Kombinatsterritorium operiert, aber momentan sind beide Seiten gewillt, der anderen aus dem Weg zu gehen.

Die Schlacht der verbrannten Reifen ZU ERLEDIGEN

aufgezeichnet von Bibliothekar Sterling Holmquist bei einem Interview mit Clarence William “Gunslinger” McCoy, einem Läufer des Konvois

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